Den tatsächlichen Füllstand des Toners/der Patrone erkennen

- Technik als Mogelpackung
- Rechnen statt messen
- Echter Umweltschutz sieht anders aus!
- Verborgene Reserven nutzen
Technik als Mogelpackung
Speziell Tintenpatronen werden immer häufiger mit Mikrochips ausgestattet, die – so die Aussage der Hersteller – vor allem dem Benutzerkomfort und einer möglichst genauen Tintenkontrolle dienen sollen. Bei Tonerkartuschen sind solche Chips derzeit noch selten, was vor allem daran liegt, dass Unternehmen in der Regel ihre Drucker und Kopierer leasen und durch feste Wartungsverträge an die Originaltoner gebunden sind. Für den verhältnismäßig kleinen Endkundenmarkt lohnt sich der Einsatz der teuren Elektronik derzeit offensichtlich kaum.
Rechnen statt messen
Ob eine Kartusche/Patrone mit einem Chip gekoppelt ist, spielt für die tatsächliche Ermittlung des Füllstands keine Rolle. Zwar wäre ein solcher Chip prädestiniert, um in Kombination mit Sensoren einen exakten Verbrauch zu messen, doch so viel Benutzerfreundlichkeit geht den Herstellern dann doch zu weit. Viel einfacher ist, die ausgedruckten Seiten zu zählen und den Verbrauch anschließend (möglichst großzügig) hochzurechnen.
Echter Umweltschutz sieht anders aus!
Dass dabei großzügig gerechnet wird, um in jedem Fall noch etliche Seiten drucken zu können, ist natürlich durchaus im Interesse des Herstellers. Wenn der Benutzer nicht unerhebliche Mengen an Toner/Tinte "wegwirft" mag das nicht unbedingt für die Umwelt förderlich sein, wirkt sich aber ausgesprochen positiv auf den Absatz der Verbrauchsmaterialien und der damit zusammenhängenden Gewinne aus.
Verborgene Reserven nutzen
Bei Laserdruckern ist es recht einfach, die verborgenen Reserven zu aktivieren. In der Regel reicht es, die Kartusche aus dem Drucker zu nehmen und vorsichtig (!) zu schütteln. Dabei kann Toner austreten, daher ist ein behutsames Vorgehen zu empfehlen. Anschließend lassen sich noch etliche Seiten drucken. Da beim Laserdrucker durch leere Tonerbehälter keine Schäden entstehen können, kann ohne Gewissensbisse gedruckt werden, bis die Qualität des Ausdrucks inakzeptabel wird. Tintendrucker reagieren sehr viel empfindlicher auf einen wirklich leeren Tintentank. Hier kann ein Leerdrucken bis zum letzten Tropfen tatsächlich den Druckkopf beschädigen. Dennoch lässt sich auch hier die verborgene Reserve nutzen. In der Regel muss dazu die Füllstandanzeige abgeschaltet werden. Um die Druckköpfe nicht in Gefahr zu bringen, sind regelmäßige Düsentests notwendig, um leer werdende Farben rechtzeitig zu erkennen.